Schnarcherschiene
„Du lässt mich schon wieder nicht schlafen!“ – Wer diesen Satz vom Partner kennt, weil er oder sie schnarcht, ist mit dem Problem nicht allein. Schnarchschienen, auch Protrusionsschienen genannt, können nächtliches Schnarchen spürbar reduzieren und so für erholsameren Schlaf sorgen – bei Ihnen und Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin.
Leiden Sie oder Ihr(e) Partner(in) unter Schnarchen und damit verbundenen Atemaussetzern (Schlafapnoe)?
Warum schnarchen Sie?
Wie funktioniert eine Schnarcherschiene?
Eine Schnarchschiene ist ein zahnmedizinisches Gerät, das nachts im Mund getragen wird. Sie verlagert den Unterkiefer sanft nach vorne und hält so den Rachenraum offen. Dadurch wird die Vibration des weichen Gaumens reduziert, die das eigentliche Schnarchgeräusch verursacht.
Am Markt gibt es verschiedene Schienentypen, etwa SomnoGuard SPX, SomnoGuard AP oder SomnoRa – auch die SomnoGuard SP Soft Schnarchschiene zählt zu den bekannteren Varianten gegen Schnarchen. Sie unterscheiden sich vor allem in Material und Verstellmechanik, nicht alle Schienen eignen sich dabei gleichermaßen für jeden Patienten. Bei Nova-Smile in Düsseldorf setzen wir konkret die Narvall CC von ResMed ein, die wir individuell für Sie anpassen.
Der Tragekomfort ist entscheidend für den Erfolg. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen und gegebenenfalls Anpassungen der Schnarcherschiene wichtig, damit sie zuverlässig sitzt und den oberen Atemweg dauerhaft frei hält.
Wir setzen die Schnarcherschiene Narvall cc von resmed ein
Wie effektiv sind Schnarchschienen?
Bei leichtem bis mittelschwerem Schnarchen sowie leichter bis mittelschwerer obstruktiver Schlafapnoe zeigen individuell angefertigte Schnarchschienen in der Praxis meist eine gute Wirkung. Wer regelmäßig schnarcht, profitiert dabei besonders von der passgenauen, zahnärztlichen Anpassung. Auch wer erst gelegentlich schnarcht, kann so einer Gewöhnung frühzeitig vorbeugen.
Die Wirksamkeit hängt zudem stark von der konsequenten nächtlichen Nutzung ab: Wird die Schnarcherschiene nur unregelmäßig getragen, bleibt der Effekt entsprechend geringer und das Schnarchen kehrt zurück. Wir begleiten Sie deshalb mit Kontrollterminen, um Sitz und Wirkung im Blick zu behalten.
Warum schnarchen wir – und wann steckt eine Schlafapnoe dahinter?
Schnarchen entsteht meist infolge einer muskulären Erschlaffung im Bereich von Zunge, Rachen und weichem Gaumen. Im Schlafen sinkt die Zunge dabei leicht nach hinten und verengt die Atemwege – die typischen Schnarchgeräusche sind die Folge.
Bei manchen Menschen, die schnarchen, bleibt es nicht dabei: Kommt es zusätzlich zu wiederholten, nächtlichen Atemaussetzern, spricht man von obstruktiver Schlafapnoe (OSAS) – also einer Erkrankung, die zur Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe eine sorgfältige Diagnostik erfordert. Nächtliche Atemaussetzer sind dabei ein deutliches Warnzeichen, das ernst genommen werden sollte. Ein sinkender Sauerstoffgehalt im Blut löst dabei jeweils eine kurze Weckreaktion aus, bei der das Gehirn kurz aufwacht, damit die Atmung wieder einsetzt.
Über die Nacht summieren sich diese Weckreaktionen und stören die Erholung spürbar. Am Tag zeigt sich das häufig durch ausgeprägte Tagesmüdigkeit – ein Warnsignal, das ärztlich abgeklärt werden sollte.
Welche Nachteile haben Schlafapnoe-Schienen?
Schnarcherschienen sind nicht für jeden geeignet. Bei fehlenden Zähnen, ausgeprägten Kiefergelenksbeschwerden oder schweren Zahnproblemen raten wir eher zu anderen Lösungen gegen das Schnarchen. Vor der Anfertigung steht deshalb immer eine zahnärztliche und gegebenenfalls ärztliche Untersuchung.
Auch die Eingewöhnung braucht Zeit: In den ersten Nächten kann sich die Schiene ungewohnt anfühlen, gelegentlich treten leichte Kiefer- oder Zahnbeschwerden auf. Diese lassen in der Regel nach, sobald sich Kiefer und Muskulatur an die neue Position gewöhnt haben.
Bei schwerer Schlafapnoe ersetzt eine Schiene zudem keine ärztlich verordnete CPAP-Therapie, sondern kann diese allenfalls sinnvoll ergänzen – die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit dem behandelnden Arzt.
Wann wird eine Schnarcherschiene als Kassenleistung erstattet?
Eine Kostenübernahme durch die Kasse ist möglich, wenn die Schnarcherschiene medizinisch notwendig ist – meist ist das bei nachgewiesener obstruktiver Schlafapnoe der Fall. Voraussetzung ist zunächst eine ärztliche Diagnose, die den Einsatz begründet, sowie eine ärztliche Bescheinigung der medizinischen Notwendigkeit; in manchen Fällen ist zusätzlich ein Gutachten erforderlich.
Da die Erstattung je nach Kasse und individuellem Vertrag unterschiedlich ausfällt, klären Sie die Kostenübernahme am besten vorab direkt mit Ihrer Versicherung. Vereinbaren Sie dazu gern gleich Ihren Termin online bei Nova-Smile in Düsseldorf – wir beraten Sie ausführlich zu Diagnostik, Ablauf und Kostenübernahme.
Was kostet eine Schnarchschiene beim Zahnarzt?
Die Kosten für eine Schnarchschiene hängen vom individuellen Befund, dem gewählten Schienentyp und dem Umfang der Behandlung ab, weshalb sich pauschale Angaben kaum seriös treffen lassen. Bei Ihrem Termin bei Dr. Daniels in Düsseldorf besprechen wir gern, welche Lösung für Sie infrage kommt. Inhalt dieses Gesprächs ist auch, mit welchen Kosten Sie realistisch rechnen können.
Was kostet eine Schnarchschiene beim Zahnarzt?
Die Kosten für eine Schnarchschiene hängen vom individuellen Befund, dem gewählten Schienentyp und dem Umfang der Behandlung ab, weshalb sich pauschale Angaben kaum seriös treffen lassen. Bei Ihrem Termin bei Dr. Daniels in Düsseldorf besprechen wir gern, welche Lösung für Sie infrage kommt. Inhalt dieses Gesprächs ist auch, mit welchen Kosten Sie realistisch rechnen können.
So läuft die Behandlung des Schnarchens mit einer Schnarcherschiene ab:
1. Erstgespräch und Anamnese
Im persönlichen Beratungsgespräch erfassen wir Ihre Beschwerden, Schlafgewohnheiten und mögliche Vorerkrankungen. Wir klären, ob eine Schnarchschiene für Sie geeignet ist oder ob zunächst eine schlafmedizinische Abklärung (z. B. Ausschluss einer Schlafapnoe) sinnvoll ist.
2. Zahnärztliche und kieferorthopädische Untersuchung
Wir prüfen den Zustand Ihrer Zähne, des Zahnfleischs und der Kiefergelenke, um festzustellen, ob anatomisch nichts gegen das Tragen einer Schiene spricht.
3. Abdrucknahme bzw. digitaler Scan
Mit einem intraoralen Scanner oder einer klassischen Abformung nehmen wir die genaue Form Ihres Ober- und Unterkiefers auf – Grundlage für die individuelle Anfertigung der Schiene.
4. Bissregistrierung
Wir bestimmen die optimale Unterkieferposition (Protrusionsgrad), in der die Atemwege bestmöglich offengehalten werden, ohne die Kiefergelenke zu belasten.
5. Anfertigung der Schiene im Labor
Die Daten gehen an das Dentallabor, das die individuelle Schnarchschiene passgenau herstellt. Die Fertigung dauert in der Regel 1–2 Wochen.
6. Einprobe und Anpassung
Bei einem weiteren Termin wird die fertige Schiene eingesetzt, auf Sitz und Tragekomfort geprüft und bei Bedarf feinjustiert.
7. Einweisung in Handhabung und Pflege
Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Schiene richtig einsetzen, entnehmen, reinigen und aufbewahren.
8. Eingewöhnungsphase
In den ersten Nächten gewöhnen sich Kiefer und Muskulatur an die neue Position. Leichte Anfangsbeschwerden sind normal und klingen meist nach wenigen Tagen ab.
9. Kontrolltermin nach 2–4 Wochen
Wir besprechen, wie gut die Schiene wirkt, ob eine Nachjustierung des Protrusionsgrads nötig ist und wie Sie sich fühlen.
10. Regelmäßige Verlaufskontrollen
Halbjährliche bis jährliche Kontrolltermine stellen sicher, dass die Schiene weiterhin optimal sitzt und wirkt.
Wie pflege und reinige ich meine Schnarchschiene richtig?
Tägliche Reinigung
Spülen Sie die Schiene morgens direkt nach dem Tragen unter lauwarmem Wasser ab, um Speichelreste und Bakterien zu entfernen. Reinigen Sie sie anschließend vorsichtig mit einer weichen Zahnbürste (am besten einer separaten, nicht der eigenen Zahnbürste) – ganz ohne oder nur mit ein wenig milder Seife.
Keine normale Zahnpasta verwenden
Zahnpasta enthält Schleifpartikel, die feine Kratzer im Kunststoff verursachen können. In diesen Kratzern setzen sich dann noch leichter Bakterien und Beläge fest.
Regelmäßige Tiefenreinigung
Etwa ein- bis zweimal pro Woche empfiehlt sich eine gründlichere Reinigung mit speziellen Reinigungstabletten oder -lösungen für Zahnspangen bzw. Schnarchschienen. Diese lösen Beläge und wirken zusätzlich desinfizierend.
Kein heißes Wasser
Verwenden Sie niemals heißes oder kochendes Wasser – der Kunststoff kann sich dadurch verziehen, und die Schiene passt dann nicht mehr richtig.
Richtige Aufbewahrung
Bewahren Sie die Schiene tagsüber trocken in der mitgelieferten Box auf, gut belüftet und geschützt vor Hitze, Feuchtigkeit und direkter Sonneneinstrahlung.
Regelmäßige Kontrolle
Prüfen Sie die Schiene gelegentlich auf Risse, Verfärbungen oder Verformungen. Bei sichtbaren Schäden oder nachlassender Passform sollten Sie zeitnah einen Kontrolltermin in der Praxis vereinbaren.